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Technologieführer im Reiben
Die Firma August Beck existiert bereits seit 1906. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Firma immer stärker zu einem Hersteller von Feinbearbeitungswerkzeugen und Bohrern. Besonders im Bereich der Reibbearbeitung setzen Beck Werkzeuge regelmäßig Benchmarks an denen sich andere Hersteller messen lassen müssen. Die hohe Qualität und Präzision für die Werkzeuge von Beck weltweit bekannt sind, wird durch qualifizierte und angagierten Mitarbeiter zusammen mit der seit 1993 vorhandenen Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 erreicht.
Das umfangreiche Standardprogramm an Reib- und Senkwerkzeugen wird durch stetige Neu- und Weiterentwicklungen immer auf dem Stand der Technik gehalten. Viele Bearbeitungsaufgaben können so schnell und sicher gelöst werden. Die Globalisierung und der damit verbundene Kostendruck zwingt Unternehmen nach neuen wirtschaftlicheren Lösungen zu suchen. Die Sonderwerkzeuge von August Beck können hier auf die Antwort sein. Ein speziell an die Bearbeitung angepasstes Werkzeug kann oft mehrere Arbeitsschritte einsparen und damit die Prozesskosten deutlich senken.
Hochleistungs Vielzahnzeibahle (PDF)
Die Forderungen nach immer höheren Schnittwerten hat beim Reiben zu völlig neuartigen Reibwerkzeugen geführt. Um heutzutage hier noch eine größere Wertschöpfung zu erreichen, müssen im Werkzeugbau konzeptionell andere Wege gegangen werden.
Höchste Bearbeitungsdaten
Hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten lassen sich immer nur in Kombination von Drehzehl und Vorschub realisieren. In diesem Zusammenhang gibt es jedoch noch eine unverrückbare Größe, den Vorschub pro Zahn.
Hochgeschwindigkeitsbearbeitunge wird also weniger durch hohe Drehzahlen als über enorme Vorschübe erreicht. Hieraus ergibt sich zwangsläufig die Forderung möglichst viele Schneiden pro Werkzeug einzusetzen.
Konstruktionsmerkmale
Um noch mehr Schneiden auf dem Werkzeugträger realisieren zu können, verlässt Beck den Weg des konventionellen Werkzeugbaus und erarbeitete sich ein revolutionäres Werkzeugkonzept mit unkonventionellem Fertigungsverfahren.
Die wesentlichen Konstruktionsmerkmale sind die in den Stahlkörper eingeklebten Schneidplatten, nebst den Kühlmittelaustrittsbohrungen, über die beim Einsatz von Emulsion oder Öl der Span abtransportiert wird. Dieses Prinzip finden vorzugsweise Anwendung bei Durchgangsbohrungen.
Der bewusste Verzicht auf die Spanräume ermöglicht eine viel höhere Schneidenanzahl als bei herkömmlichen Werkzeugen. Erst hierdurch werden die extrem hohen Vorschubswerte erreicht.
Das neuartige Fertigungsverfahren erlaubt eine Fixierung der Schneide ohne aufwendigen Lötprozess und lässt daraus ungeahnte Möglichkeiten entstehen.
Variabler Einsatzbereich
Das Werkzeug kann mit diversen Schneidstoffen bestückt werden. Der Grundkörper bleibt hierbei jedoch unverändert.
So können für die Bearbeitung von Stahl und GGG (Kugelgraphitguss) Cermet- oder HM-Platten verwendet werden. Für den Einsatz in GG (Grauguss) und gehärteten Materialien wird hauptsächlich CBN eingesetzt. Aluminium und Nichteisenmetalle können mit PKD-Schneiden zerspant werden.
Die neue Baureihe verfügt über einen weiteren entscheidenen Vorteil:
Bei herkömmlichen Verfahren werden nach Standzeitende die Schneiden aufwendig aus- und eingelötet. Ein zeit- und kostenintensiver Prozess, der sich zusätzlich auch noch negativ auf das Materialgefüge im Grundkörper auswirkt. Beck hingegen kann durch ein spezielles verfahren die Werkzeuge mit neuen Schneiden innerhalb weniger Arbeitstage in geklebter Ausführung zur Verfügung stellen. Bei dem Klebeverfahren werden deutlich geringere Temperaturen verwendet und das Gefüge im Grundkörper wird nicht verändert.
Der Werkzeugkörper kann theoretisch beliebig oft neu bestückt werden!
Fazit
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist die neue Werkzeugkonzeption absolut zukunftsweisend. Vergleicht man den Materialeinsatz bei konventionellen Werkzeugen, wird schnell klar, dass die neuen Beck Reibahlen mit sehr wenig Schneidstoff auskommt.
Auch in ökologischer Hinsicht kann Beck hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Es fallen keine Lötoperationen mehr an, welche mit hohen Energiekosten verbunden sind. Ebenso schont Beck die ohnehin begrenzten Ressourcen für die Legierungsestandteile von harten bzw. superharten Schneidstoffen.
Für weitere Fragen bzw. eine Präsentation der Technik stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
